Was die Begriffe bedeuten.
Rund um Fläche, Ware und Abrechnung kursieren viele Wörter, die dasselbe zu meinen scheinen - und es nicht tun. Hier stehen sie nebeneinander, mit dem Unterschied, auf den es ankommt.
- Marktplatzmodell im stationären HandelStationärer Marktplatz · Offline-Marktplatz
Ein Store stellt Fläche zur Verfügung, auf der mehrere fremde Anbieter verkaufen - so wie ein Online-Marktplatz Händlern eine Plattform gibt. Der Store kauft die Ware nicht ein, sondern vermittelt den Verkauf und wird am Umsatz beteiligt. Das unterscheidet ihn vom klassischen Einzelhandel, der auf eigene Rechnung einkauft und weiterverkauft.
So funktioniert's- Shop-in-Shop
Eine abgegrenzte Fläche innerhalb eines Stores, auf der eine fremde Marke ihren eigenen Auftritt hat. Klassisch mietet die Marke diese Fläche und zahlt unabhängig davon, ob etwas verkauft wird. Beim Marktplatzmodell ist es umgekehrt: Bezahlt wird aus dem Umsatz, nicht aus der Miete.
- KonsignationKommissionsware · Konsignationslager
Ware, die beim Händler liegt, aber bis zum Verkauf Eigentum des Lieferanten bleibt. Der Händler zahlt sie erst, wenn sie verkauft ist. Die Gemeinsamkeit mit einem stationären Marktplatz ist das Eigentum an der Ware; der Unterschied liegt im Verkauf selbst - bei Spreat kauft die Kundschaft an der Kasse direkt beim Produzenten, statt dass der Store die Ware zunächst erwirbt und weiterverkauft.
- Kapitalbindung
Geld, das in der Ware steckt statt auf dem Konto zu liegen. Wer Ware einkauft, bezahlt sie, bevor jemand sie gekauft hat - und weiß nicht, ob und wann sie sich dreht. Entfällt der Einkauf, entfällt die Kapitalbindung: Der Store bindet kein Geld in Ware, die er noch nicht verkauft hat. Das ist gemeint, wenn von fehlendem Warenrisiko die Rede ist - es geht um gebundenes Kapital, nicht um Haftungsfragen.
Die Rechnung eines kleinen Stores- LadenprovisionHändlerprovision · Store-Provision
Der Anteil am Verkaufspreis, den der Store für die Vermittlung bekommt. Gezahlt wird sie von der Marke, deren Produkt verkauft wurde - nicht vom Store. Die Höhe wird zwischen Marke und Store vereinbart und steht vorher fest.
Preise für Stores- ListungGelistet werden · Listungsgespräch
Die Aufnahme eines Produkts ins Sortiment eines Händlers oder einer Kette. Klassisch geht dem ein Einkaufsgespräch voraus, oft mit Konditionsforderungen und langen Vorlaufzeiten - für junge Marken die übliche Hürde in den stationären Handel. Über einen stationären Marktplatz entfällt dieser Schritt, weil der Store nicht einkauft.
Für Marken- Sortimentstiefe und Sortimentsbreite
Breite meint, wie viele verschiedene Warengruppen ein Store führt, Tiefe, wie viele Varianten es je Gruppe gibt. Kleine Stores stehen dabei vor derselben Rechnung: Jede zusätzliche Variante kostet Fläche und gebundenes Kapital.
- Brandpool
Die Übersicht der Marken, die über Spreat in Stores verkaufen - und der Ort, an dem beide Seiten einander finden. Stores sehen dort, welche Marken für ihre Fläche infrage kommen und welche Provision die jeweilige Marke bietet. Marken sehen umgekehrt, welche Stores es gibt, und machen ihnen ein Angebot.
Brandpool ansehen- Match
Der Moment, in dem Store und Marke beide Ja sagen. Angefragt wird aus beiden Richtungen - ein Store fragt eine Marke an, eine Marke fragt einen Store an -, und beide stimmen dabei Provision und Liefermenge miteinander ab. Sagen beide zu, ist das ein Match; erst danach wird Ware geliefert.
So funktioniert's- KassenanbindungPOS-Integration · Kassenintegration
Die Verbindung zwischen dem Kassensystem des Stores und der Plattform, über die verkauft wird. Ist sie vorhanden, laufen fremde Produkte über dieselbe Kasse wie das eigene Sortiment; ohne sie steht ein eigenes Terminal daneben.
Für Partner- Omnichannel
Der Ansatz, Verkaufskanäle so zu verbinden, dass Kundschaft zwischen ihnen wechseln kann, ohne dass etwas verloren geht. Im Zusammenhang mit stationären Marktplätzen meint es meist den Weg einer Online-Marke in die Fläche - und den umgekehrten Effekt, dass ein Store Marken zeigt, die es sonst nur im Netz gibt.
Noch ein Begriff unklar? Schreib uns.
Und wie sieht es bei dir aus?
Ob Store oder Marke - der Einstieg ist ein anderer. Sag uns, von welcher Seite du kommst.