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title: "Die Fragen, die Händler wirklich stellen | Spreat"
description: "Beide Spreat-Gründer im fashionconsult-Webmeeting: das Marktplatzmodell für stationäre Flächen, Zahlen aus dem freenet-Projekt und die drei Einwände, die Händler dazu fast immer haben."
url: "https://spreat.com/stories/press/webinar-fashionconsult-2026"
language: "de"
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# Die Fragen, die Händler wirklich stellen

Paul Kirchbichler und Mattis Klöpper im fashionconsult-Webmeeting - eine Stunde Marktplatzmodell, harte Zahlen aus dem freenet-Projekt und eine offene Fragerunde aus dem Modehandel.

20\. August 2026

![Folie aus dem Webinar: fünf Use Cases für den Viertelladen](https://spreat.com/media/images/stories/webinar-fashionconsult-2026/cover-800.webp)

Am 20. August 2026 waren Paul Kirchbichler und Mattis Klöpper zu Gast im fashionconsult-Webmeeting. Gastgeber waren Leo Faltmann und Daniel Schnödt vom Trendforum Retail. Eine Stunde, halb Vortrag, halb offene Fragerunde mit Händlern aus dem Modehandel.

Interessant war weniger der Vortrag als das, was danach kam. Die Fragen der Teilnehmer sind dieselben, die uns in fast jedem Erstgespräch begegnen.

Das Modell

## Warum ein Store keine Ware kaufen muss

Handel funktioniert seit Jahrtausenden gleich: einkaufen, dann verkaufen. Genau dieser eine Schritt bindet Kapital und erzeugt das Risiko. Spreat lässt ihn aus.

Die Ware bleibt Eigentum der Marke. Der Kunde nimmt sie von der Fläche und bezahlt an der Kasse wie immer. Rechtlich kauft er direkt bei der Marke, der Store bekommt seine Handelsmarge als Provision ausgezahlt. Damit entfällt der gesamte buchhalterische Einkaufs- und Verkaufsprozess für diese Ware: keine Eingangsrechnung, kein Zahlungsziel, keine Lieferantenabstimmung.

Das Prinzip ist aus dem Netz bekannt. Wer bei Amazon kauft, kauft nicht bei Amazon, sondern über Amazon direkt beim Händler. Spreat überträgt dieses Marktplatzprinzip auf die Fläche - zum Patent angemeldet.

Aus der Praxis

## Was das bei freenet ausgelöst hat

Im Webinar haben wir das freenet-Projekt erstmals öffentlich gezeigt. Über 500 Stores in Deutschland, Toplagen, kleine Flächen mit viel Frequenz. Seit rund viereinhalb Monaten stehen dort Produkte, die auf Instagram und TikTok gerade viral gehen.

Das Sortiment liegt weit weg vom Kerngeschäft: Nahrungsergänzung, Schminkpinsel von Beauty-Creatorn, Drei-Wochen-Tattoos, Halal-Süßigkeiten. Die Marke Miralina war am ersten Tag nach sechs Stunden ausverkauft. Geplant war, dass die Ware zwei Wochen reicht.

55 €

durchschnittlicher Spontankauf

bei freenet

6 Std.

bis die erste Trendmarke ausverkauft war

1,5

Monate bis zur Amortisation

der Projektkosten

1.000 €

Zusatzertrag je Quadratmeter

im Schnitt

Der Rollout auf die nächsten 200 Stores ist in Planung. Und freenet weitet das Modell inzwischen über Produkte hinaus aus, etwa auf Services wie die Router-Installation.

Aus der Fragerunde

## Drei Einwände, die fast immer kommen

### „Dann steht da eine zweite Kasse. Was sagt das Finanzamt?“

Der Einstieg läuft über ein zweites Terminal neben der bestehenden Kasse. Das ist Absicht: morgen startklar, ohne IT-Projekt. Über dieses Terminal laufen die Verkäufe der Marken, nicht die des Stores. Der Store rechnet eine Provision ab, keinen Warenverkauf. Steuerlich ist es damit keine zweite Kasse des Stores.

Wenn nach ein paar Monaten klar ist, wie viel darüber läuft, folgt die Integration in die vorhandene Kasse. Für einige Kassenhersteller besteht die Anbindung bereits und lässt sich freischalten.

### „Warum kaufe ich die Produkte nicht einfach selbst ein?“

Weil dann alles zurückkommt, was das Modell gerade wegnimmt. Wer einkauft, bindet Kapital und trägt das Risiko. Und wer einkauft, testet nur einmal.

Über Spreat wechselt ein Sortiment in Tagen statt in Saisons. Läuft ein Produkt nicht, geht es zurück. Läuft es, wird nachgeliefert. Eine neue Marke ist in rund 15 Minuten im System, danach zählt nur noch die Lieferzeit.

### „Meine Fläche ist voll. Wo soll das hin?“

Meistens findet sich Platz. Jeder Händler weiß, welche zehn oder zwanzig Quadratmeter schwächer laufen als der Rest. Die Produkte brauchen dabei keine eigene Ecke.

Sie können auf der Fläche neben dem Bestandssortiment stehen, und manche Marken liefern ihr Display gleich mit. Wirklich eng wird es fast nur im Lebensmittelhandel.

> „Handel ist Wandel. Und wer sich am schnellsten wandeln kann, gewinnt am Ende des Tages.“

Mattis Klöpper Mitgründer, Spreat

Sortiment

## Woher die Produkte kommen

Die Kuration bleibt beim Händler. Er entscheidet, was auf seine Fläche kommt, und wir machen datenbasierte Vorschläge dazu. Kein Shop-in-Shop, keine untervermietete Fläche: Die Hoheit über den Store bleibt, wo sie hingehört.

Im Markenpool stehen aktuell über 15.000 Produkte, und er wächst wöchentlich. Wer eine bestimmte Marke will, die noch nicht dabei ist, lädt sie per Link ein. Die Registrierung dauert eine Viertelstunde.

Konditionen

## Was das kostet

Für den Store fällt eine einmalige Einrichtungsgebühr an, je nach Größe ab 500 Euro. Danach zahlt er keine Provision an Spreat.

Verdient wird auf der Markenseite: Die Marke zahlt die Provision an den Store und eine Umsatzbeteiligung an uns. Beides erst, wenn ein Produkt über die Kasse geht.

Herkunft

## Woher die Idee kommt

Pauls erstes Unternehmen war ein Online-Marktplatz für nachhaltige Produkte, gegründet mit 16. Viele Manufakturen dort hatten eigene Flächen.

Eine davon wollte Produkte aus dem Netzwerk mitverkaufen. Einkaufen und abrechnen wollte sie nicht. Für genau dieses Problem gab es online längst eine Antwort: das Marktplatzprinzip. Auf der Fläche gab es sie nicht.

> „Ich bin ganz begeistert von eurer Idee. Nach solchen futuristisch anmutenden Ideen sehnt sich der Handel.“

Matthias Wendel Einzelhändler aus Freiburg, 20 Filialen im Young-Fashion-Bereich

Du überlegst, was das für deine Fläche heißt? Wir gehen es einmal gemeinsam durch, ohne Verpflichtung.

[Gespräch vereinbaren](https://spreat.com/kontakt)

Stattgefunden bei

fashionconsult20\. August 2026

Geschrieben von

[Paul Kirchbichlerauf LinkedIn](https://www.linkedin.com/in/paul-kirchbichler/)

Co-Founder und Geschäftsführer

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