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title: "Sortiment für den Concept Store: die Auswahl ist das Produkt, das Kapital die Grenze | Spreat"
description: "Sortiment im Concept Store erweitern: Warum kuratierte Läden am stärksten unter Kapitalbindung leiden, wie sich neue Marken ohne Wareneinkauf testen lassen - und wo die Grenze der Kuratierung liegt."
url: "https://spreat.com/stories/industry/sortiment-concept-store"
language: "de"
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# Sortiment für den Concept Store: die Auswahl ist das Produkt, das Kapital die Grenze

Ein Concept Store lebt davon, Marken zu zeigen, die es sonst nirgends gibt. Genau diese Marken sind die, bei denen der Einkauf am meisten weh tut.

4\. August 2026

![Eine kuratierte Auswahl, in der ein Platz frei bleibt](https://spreat.com/media/images/stories/sortiment-concept-store/cover-800.webp)

Ein Concept Store verkauft nicht in erster Linie Produkte, sondern eine Auswahl. Wer hineingeht, erwartet Marken, die er im Kaufhaus nicht findet - kleine, junge, oft regionale. Und genau die sind die teuersten im Einkauf: keine Erfahrungswerte, kleine Mengen, schlechte Konditionen, und niemand nimmt etwas zurück.

## Der Widerspruch, der zum Format gehört

Die Auswahl muss sich verändern, sonst hört sie auf, eine Auswahl zu sein. Stammkundschaft kommt wieder, weil etwas Neues da ist - das ist der Betriebsstoff dieses Formats. Gleichzeitig ist jede neue Marke eine Wette mit dem eigenen Konto.

Also passiert, was in kuratierten Läden fast immer passiert: Man bleibt bei den Marken, die laufen, testet zweimal im Jahr statt zwölfmal, und nach zwei Jahren sieht das Regal aus wie beim letzten Besuch. Das Problem ist nicht der Geschmack, sondern die Liquidität.

## Was sich ändert, wenn die Ware nicht dir gehört

Bleibt die Ware bis zum Verkauf Eigentum der Marke, kostet ein Versuch Fläche und Aufmerksamkeit, aber kein Kapital. Damit verschiebt sich die Frage vor der Aufnahme: nicht mehr „Traue ich mich, das zu kaufen?", sondern „Passt das zu meinen Leuten?" - und das ist genau die Frage, die ein Kurator beantworten kann.

Der Viertelladen in Düsseldorf ist dafür der nächstliegende Beleg: aus zehn Produzenten wurden dreiunddreißig, auf derselben Fläche, ohne Einkaufsbudget. Die Auswahl wurde breiter, nicht beliebiger.

## Drei Grenzen, die wir kennen

-   **Die Kuratierung bleibt deine Arbeit.** Ein Pool mit über 150 Marken ist ein Startpunkt, keine Abkürzung. Wer alles aufnimmt, was verfügbar ist, hat kein Konzept mehr, sondern ein Lager.
-   **Es ersetzt keine Beziehungen.** Marken, mit denen du seit Jahren arbeitest und die exklusiv bei dir stehen, sind ein anderer Fall als Marken, die du testen willst. Beides nebeneinander ist normal.
-   **Es braucht eine Kasse, die mitspielt.** Die Abrechnung läuft über den Kassenvorgang, nicht über eine Liste je Marke - sonst ist bei zwanzig Marken die Verwaltung das neue Problem.

Wie sich der Widerspruch rechnerisch darstellt, steht in [Kapitalbindung im Einzelhandel](https://spreat.com/stories/industry/kapitalbindung-einzelhandel); was ein einzelner Fehlgriff kostet, in [Was ein Fehleinkauf wirklich kostet](https://spreat.com/stories/industry/was-ein-fehleinkauf-kostet). Wie es in einem echten Laden über ein Jahr aussah, im [Viertelladen](https://spreat.com/stories/success/viertelladen).

Nur, wenn du aufhörst auszuwählen. Das Modell senkt die Kosten eines Versuchs, es trifft die Entscheidung nicht. Wer vorher kuratiert hat, kuratiert danach mehr - weil er sich mehr Versuche leisten kann.

Ja. Welche Marke bei dir steht, vereinbarst du mit der Marke. Das Modell regelt, wem die Ware gehört und wie abgerechnet wird - nicht, wer sie sonst noch führen darf.

So viele, wie deine Fläche trägt und deine Auswahl verträgt. Der Aufwand wächst nicht mit jeder Marke, wenn die Abrechnung über die Kasse läuft - die Grenze ist damit die Kuratierung, nicht die Verwaltung.

Die bleiben, wie sie sind. Es geht um das, was du zusätzlich zeigen willst und heute nicht vorfinanzieren würdest.

Rechne einen Versuch durch.

Provision je Produkt, im Monat und aufs Jahr - mit deinen Zahlen.

[Zum Store-Rechner](https://spreat.com/stores/preise)

Geschrieben von

[Mattis Klöpperauf LinkedIn](https://www.linkedin.com/in/mattis-kloepper/)

Co-Founder und Geschäftsführer

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