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title: "HubDay 2025 | Spreat"
description: "Paul Kirchbichler auf dem HubDay 2025 des Digital Hub Logistics and Commerce: vom Händler zum Marktplatz, warum Basics vor KI kommen und was passiert, wenn die Ware der Marke gehört."
url: "https://spreat.com/stories/company/hubday-2025"
language: "de"
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# HubDay 2025

„Handeln statt Handeln" - Paul Kirchbichler auf dem HubDay über den Punkt, an dem ein Store aufhört, seine Ware zu besitzen.

6\. November 2025

![Drei Schritte des Vortrags: Marktplatz, Basics, Erlebnis](https://spreat.com/media/images/stories/hubday-2025/cover-800.webp)

Am 6. November 2025 lud das Digital Hub Logistics and Commerce zum HubDay. Pauls Vortrag hieß „Handeln statt Handeln: Zeit, dass sich was dreht" - ein Wortspiel, das die ganze These trägt. Der Handel redet seit Jahren vom Wandel und handelt zu selten.

Angefangen hat er mit einer Bitte an den Saal: einmal alles vergessen, was man über Handel zu wissen glaubt. Nicht optimieren, sondern das Fundament neu gießen. Was danach kam, waren drei Schritte in dieser Reihenfolge - und die Reihenfolge ist der eigentliche Punkt.

1.  **Vom Händler zum Marktplatz**

    Seit den Phöniziern läuft Handel gleich: Der Laden kauft ein, der Laden verkauft, das Risiko trägt der Laden. Online gilt das längst nicht mehr - wer auf einem Marktplatz kauft, kauft meist bei einer Marke, und die Plattform stellt nur die Bühne. Genau das lässt sich auf die Fläche übertragen.

2.  **Erst die Schienen, dann der Zug**

    Bevor jemand „KI" ruft: Der schnellste Zug der Welt fährt nirgendwohin, wenn keine Schienen liegen. Die Schienen heißen saubere Prozesse, saubere Daten, einfache Systeme. Einfache Systeme schlagen komplexe - fast immer.

3.  **Erlebnis statt Abverkauf**

    Menschen gehen in einen Laden, weil sie etwas anfassen, jemanden treffen oder es sofort haben wollen. Wer seine Prozesse im Griff hat, hat für genau das wieder Zeit. Dann ist der Store nicht mehr eine Fläche mit einer Kasse daneben, sondern ein Ort, an dem etwas passiert.

## Was sich ändert, wenn die Ware nicht dem Store gehört

Die Kundin steht im Laden, nimmt ein Produkt, zahlt an der Kasse - alles wie immer. Rechtlich kauft sie in diesem Moment direkt bei der Marke. Der Store verdient keine Spanne zwischen Einkauf und Verkauf mehr, sondern eine Provision. Damit fällt weg, was den kleinen Handel am meisten bindet: das Lagerrisiko und das Kapital, das darin steckt. Und mit dem Einkauf verschwindet der buchhalterische Vorgang gleich mit - im Vortrag beziffert auf 95 Prozent weniger Buchhaltung für diese Ware.

Im Vortrag ging es danach weiter zu dem, was daraus folgen könnte. Wenn die Ware der Marke gehört, ist es egal, in welchem Store sie zurückgegeben wird - gekauft wurde in beiden Fällen bei derselben Marke. Und der nächstgelegene Store, der ein Produkt vorrätig hat, kann zum Logistikpunkt für eine Lieferung am selben Tag werden. Verkaufskanal und Erfüllungskanal wären damit sauber getrennt.

Beides beschreibt, was das Prinzip erlaubt - nicht, was Spreat heute anbietet. Es braucht dafür genug Flächen, die mitmachen. Der Vortrag war an dieser Stelle ausdrücklich ein Blick nach vorn.

> „Machen ist wie wollen - nur besser.“

Paul Kirchbichler Mitgründer, Spreat

Der Schluss war persönlich. Paul hat sein erstes Unternehmen mit sechzehn gegründet, was in Deutschland offiziell nicht vorgesehen ist - und ein halbes Jahr vor dem Hamburger Familiengericht darüber verhandelt. Die Pointe daraus: nicht auf Erlaubnis warten und nicht auf den perfekten Zeitpunkt. Ein Kind, das laufen lernt, fällt hin, und niemand verbietet es ihm.

Geschrieben von

[Paul Kirchbichlerauf LinkedIn](https://www.linkedin.com/in/paul-kirchbichler/)

Co-Founder und Geschäftsführer

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